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Die ADAC Luftrettung

Der ADAC – Pionier der Luftrettung

Schnelle Hilfe aus der Luft: im Ernstfall zählt jede Minute
Schnelle Hilfe aus der Luft: der Rettungshubschrauber im Einsatz
© ADAC Luftrettung gGmbH/BGU Murnau

Die ADAC Luft­ret­tung gGmbH ist eine der größ­ten Luft­ret­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen Eu­ro­pas. Sie ver­fügt über eine ei­ge­ne Flot­te von cir­ca 55 mo­der­nen Ret­tungs­hub­schrau­bern an 37 Sta­tio­nen. Da­zu ge­hö­ren auch vier grenz­ü­ber­schrei­tend ak­ti­ve Sta­tio­nen.

Die Luft­ret­tung er­mög­licht dem Not­arzt den schnell­en Zu­gang zum Pa­tien­ten, da sie un­ab­hän­gig von Ver­kehrs­staus und wet­ter­be­din­gten Stra­ßen­ver­hält­nis­sen ist. Bei Un­fäl­len oder Herz-Kreis­lauf-Still­stand ist das nicht nur vor­teil­haft, son­dern oft ent­schei­dend über Le­ben und Tod. Je­de Mi­nu­te zählt.

Auch im Be­reich des In­ter­hos­pi­tal­trans­fers spie­len die Ret­tungs­hub­schrau­ber eine wich­ti­ge Rol­le. Der ruhi­ge und vi­bra­tions­ar­me Flug er­mög­lich­en nicht nur kur­ze Trans­port­zei­ten, son­dern mi­ni­mie­ren auch das Trans­port­ri­si­ko auf dem Weg von ei­nem Kran­ken­haus zum an­de­ren. Die the­ra­peu­ti­sche Be­hand­lung der Pa­tien­ten wird da­mit ver­bes­sert.

In Re­gio­nen mit be­son­ders schwer zu­gäng­lich­em Ge­län­de, wie in den Ber­gen oder an der Küs­te, sind die Ret­tungs­hub­schrau­ber mit so­ge­nann­ten Ret­tungs­win­den aus­ge­stat­tet. Mit der Ret­tungs­win­de wird der Not­arzt ab­ge­seilt, um den Pa­tien­ten zu ver­sor­gen. Da­zu hält der Pi­lot den Ret­tungs­hub­schrau­ber ü­ber der Ein­satz­stel­le im steh­en­den Schwe­be­flug.​​​​​​​

Die Anfänge der Luftrettung

Doch wie begann die Geschichte der Rettungshubschrauber eigentlich und warum gilt der ADAC als fliegender Rettungsdienst?

Der ADAC gilt als Motor des zivilen Luftrettungsdienstes in Deutschland. 1967 erreicht die Anzahl der Verkehrsopfer eine dramatische Zahl von 20.000. Notfallmediziner verlangten daraufhin eine bessere und vor allem schnellere Versorgung der Verletzten. Dafür benötigte man ein neues Konzept der Erstversorgung. Der Notarzt musste zukünftig deutlich schneller zu den Patienten gelangen und nicht andersherum. Der ADAC ergriff die Initiative und entwickelte die Idee einen Hubschrauber zum Einsatz zu bringen. 1968 gab es den ersten Probelauf mit einem gemieteten Hubschrauber.

Am 01. No­vem­ber 1970 wur­de der er­ste Ret­tungs­hub­schrau­ber mit dem Na­men „Chris­toph 1“ in Mün­chen-Har­lach­ing in Be­trieb ge­nom­men und war ab so­fort ein­satz­be­reit. Dies war der Start für den Aus­bau des öf­fent­lich-recht­lich­en Luft­ret­tungs­diens­tes in Deutsch­land.

Laut dem ADAC waren es mehr als 2,2 Millionen Rettungsflüge, die seit Beginn des Luftrettungsdienstes in Deutschland ausgeführt worden sind. Hunderttausenden Menschen wurde damit eine schnelle medizinische Hilfe gewährleistet. Des Weiteren hat der ADAC verschiedene innovative Ideen, wie zum Beispiel das digitale Notarztprotokoll oder die Systematik des medizinischen Qualitätsmanagements, hervorgebracht.​​​​​​​

Die Crew der ADAC Luftrettung im Fokus

Bei je­dem Ein­satz des Ret­tungs­hub­schrau­bers be­steht die Crew aus dem Pi­lo­ten, dem Ret­tungs­as­sis­ten­ten und dem Not­arzt. Bei He­li­kop­tern, die zu­sätz­lich mit ei­ner Ret­tungs­win­de aus­ge­stat­tet sind, ist auch ein Bord­tech­ni­ker oder Co-Pi­lot mit an Bord. Alle Crew-Mit­glie­der sind hoch­qua­li­fi­ziert, trai­niert und fach­be­zo­gen fort­ge­bil­det und wei­sen ein sehr hohes Qua­li­fi­ka­tions­ni­veau auf.​​​​​​​

An­for­der­ung­en an den Pi­lo­ten des Ret­tungs­hub­schrau­bers

Die An­sprüc­he an den Pi­lo­ten ei­nes Ret­tungs­hub­schrau­bers ge­hö­ren zu den höch­sten in der Luft­fahrt. Die meis­ten Pi­lo­ten der ADAC Luft­ret­tung er­hiel­ten ihre Aus­bil­dung bei der Po­li­zei oder Bun­des­wehr und müs­sen min­des­tens 1.000 Flug­stun­den nach­wei­sen kön­nen, da­von min­des­tens 500 Flug­stun­den im Dienst der Luft­ret­tung oder ei­nem ähn­lich­en Ein­satz­ni­veau. Nur so er­hal­ten sie die not­wen­di­gen Er­fah­run­gen und kön­nen in schwie­ri­gem Ge­län­de Starts und Lan­dun­gen aus­ü­ben und Pa­tien­ten sic­her trans­por­tie­ren.​​​​​​​

Auf­ga­ben der Ret­tungs­as­sis­ten­ten

Die Rettungsassistenten, die bei der ADAC Luftrettung zum Einsatz kommen, werden meist von den ortsansässigen Kliniken, Feuerwehren oder Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt. Bedingung für die Tätigkeit in der Luftrettung ist auch hier eine langjährige Berufserfahrung als ausgebildeter Rettungsassistent sowie die Teilnahme an der Ausbildung zum HEMS-Technical-Crew-Member. HEMS steht für Helicopter Emergency Medical Service. Diese Ausbildung wird speziell von der ADAC Luftrettung durchgeführt. Die Teilnehmer werden dabei mit den Besonderheiten im Einsatz des Luftrettungsdienstes vertraut gemacht. Der Rettungsassistent dient als Unterstützung des Notarztes bei der Pateientenversorgung und kümmert sich um die medizinische Ausrüstung, wie Geräte, Arzneimittel und Verbrauchsmaterialien. Während des Flugeinsatzes übernimmt er außerdem den Funkverkehr mit den Rettungsleitstellen.​​​​​​​

Als Notarzt im Einsatz der ADAC-Luftrettung

Die Notärzte der Rettungshubschrauber und auch der Intensivtransporthubschrauber werden in der Regel von den Ortskrankenhäusern, die an die Luftrettungsstationen angebunden sind, gestellt. Während des Einsatzes muss die Versorgung der Verletzten oft unter Zeitdruck erfolgen, denn sie befinden sich meist in einem lebensbedrohlichen Zustand. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an den Notarzt. Voraussetzungen für den Einsatz im Luftrettungsdienst sind, neben der Ausbildung zum Facharzt und der Erlangung notfallmedizinischer Zusatzqualifikationen, eine langjährige Berufserfahrung im bodengebundenen Rettungsdienst. Körperliche Fitness und eine gesundheitliche Leistungsfähigkeit sind genauso wichtig.

Die Ausrüstung an Bord der ADAC Luftrettung

Bei ei­­­­nem Ein­­­­­satz in den Ber­­­­­gen ist ei­ne Ret­­­­­tungs­­­­­win­­­­­de un­­­­­er­­­­­läs­­s­­­lich
Der Notarzt wird abgeseilt
© ADAC Luftrettung

Alle ADAC Ret­tungs­hub­schrau­ber ver­fü­gen ü­ber ei­ne um­fang­rei­che me­di­zi­ni­sche Aus­stat­tung. Bei­spiels­wei­se gibt es ver­schie­de­ne Mo­ni­tor­sys­te­me mit de­nen Herz­rhyth­mus, Blut­druck und Sau­er­stoff­ge­halt im Blut des Pa­tien­ten ü­ber­wacht wer­den kön­nen. Mo­der­ne Trans­port-Be­at­mungs­ge­rä­te er­mög­lich­en eine sich­er­e Be­at­mung des zu trans­por­tie­ren­den Not­fall­pa­tien­ten. Au­ßer­dem gibt es so­ge­nan­nte Not­fall­ruck­säc­ke. Die­se ent­hal­ten alle not­wen­di­gen Me­di­ka­men­te, Ma­te­ri­a­li­en und Ge­rä­te, da­mit eine me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung des Ver­letz­ten au­ßer­halb des Hub­schrau­bers di­rekt am Ein­satz­ort un­ein­ge­schränkt ge­währ­leis­tet wer­den kann. Alle Ge­rä­te des Hub­schrau­bers kön­nen pro­blem­los ent­nom­men wer­den. So bleibt die ge­sam­te me­di­zi­nische Aus­rüs­tung mo­bil und ist stets ü­ber­all ver­wend­bar.

​​​​​​​In­ten­siv­trans­port­hub­schrau­ber, die für den Trans­port der Pa­tien­ten von ei­nem Kran­ken­haus zum an­de­ren ein­ge­setzt wer­den, ent­hal­ten zu­sätz­lich spe­ziel­le In­ten­siv­trans­port-­Be­at­mungs­ge­rä­te und an­de­re Ma­te­ri­a­li­en, die auch auf einer In­ten­siv­sta­tion im Kran­ken­haus vor­zu­fin­den sind. So­mit ist der Trans­port die­ser Pa­tien­ten oh­ne Un­ter­brech­ung der me­di­zi­nisch­en Ver­sor­gung mög­lich.

Die ADAC Hubschrauber-Flotte

Die Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung sind sowohl technisch als auch medizinisch hochmodern ausgestattet. Eine optimale Ausrüstung ist Voraussetzung für eine sichere und schnellere Versorgung der Patienten und Verletzten. Der ADAC Luftrettung ist eine hohe Qualität und Sicherheit äußerst wichtig. Deshalb besitzt sie für die regelmäßige Wartung ihrer Rettungshubschrauber drei eigene Werften.

Wir möchten Euch kurz zwei Maschinen der Rettungshubschrauber-Flotte vorstellen.​​​​​​​

Airbus Helicopters H135
Die H135 ist die neuste Version der EC135-Reihe in der ADAC Luftrettungs-Flotte mit verbesserter Leistung und einer weiteren Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Sie hat eine maximale Flugreichweite von 607 Kilometer und kann mit einer Kraftstoffmenge von 700 Litern 3 Stunden und 31 Minuten in der Luft bleiben.
Airbus Helicopters H135
Airbus Helicopters H135
© ADAC Luftrettung
 
Airbus Helicopters H145
Die H145 ist das neu­este Ret­tungs­hub­schrau­ber­mo­dell der ADAC Luft­ret­tungs-Flot­te. Sie ist nicht nur als nor­ma­ler Ret­tungs­hub­schrau­ber im Ein­satz, son­dern auch als In­ten­siv­trans­port­hub­schrau­ber. Im Ver­gleich zur H135 bie­tet sie an Bord deut­lich mehr Platz für die Crew­mit­glie­der. Sie ver­fügt so­wohl über eine grö­ße­re Leis­tungs­stär­ke bei ge­rin­gerer Lärm­emis­sion als auch ü­ber wei­tere zahl­rei­che Ver­bes­serung­en der me­di­zi­ni­schen Aus­stat­tung.
Airbus Helicopters H145
Airbus Helicopters H145
© ADAC Luftrettung

 

Wir hof­fen, wir konn­ten Euch mit unser­em Info­thek­ar­tikel einen kleinen Ein­blick in die wich­ti­gen Auf­ga­ben der ADAC Luft­ret­tung ge­ben. Viel­leicht hat der Ar­ti­kel Euer Inter­esse ge­weckt und Ihr möch­tet selbst in eine der drei Berufs­grup­pen im Luft­rettungs­dienst ein­stei­gen. Wir wün­schen Euch auf Eu­rem Weg viel Er­folg.

Euer aircareer.de-Team