Bewerbung und Karrierestart Teil IX - Das ABC der Online-Bewerbung - Wie geht's richtig?
Immer mehr Unternehmen verlangen von Bewerbern, also Euch, die Bewerbung per E-Mail zuzusenden oder direkt auf der Firmen-Website ein Online-Formular auszufüllen. Die klassische Bewerbungsmappe per Post zu senden stirbt mehr und mehr aus. Doch worauf sollte man beim Verfassen und Verschicken der Bewerbung per E-Mail achten? Und wie fülle ich ein Online-Formular richtig aus? Wir werfen mal einen ausführlichen Blick auf die unterschiedlichen Arten der Online-Bewerbung und tragen eine Reihe von Tipps und Hinweisen zusammen.
Online-Bewerbung
oder Bewerbungsmappe? Die Zukunft gehört dem elektronischen Anschreiben
Bildquelle: Tactile bits for work (LondonBrad/Flickr, CC BY-NC-SA 2.0)
Die Vorteile der Online-Bewerbung liegen auf der Hand: Auf Unternehmensseite ist eine deutlich effizientere Bearbeitung möglich, vor allem wenn es sich um große Konzerne mit einem entsprechend großem Aufkommen an Bewerberpost handelt. Die Zusendungen lassen sich einfach und schnell in großen Mengen organisieren, aufbewahren, an andere Abteilungen weiterleiten und es entsteht keinerlei Aufwand durch das Zurückschicken von Unterlagen an die Bewerber. Die Anerkennung der Online-Bewerbung wächst daher mehr und mehr. Aber natürlich kommt es immer auf die Branche, die Unternehmensgröße und die Vorlieben der Personalverantwortlichen an. Informiert Euch daher am besten vorab z.B. auf der Firmen-Webseite oder im persönlichen Gespräch auf einer Firmenkontaktmesse nach der bevorzugten Einsendungsform von Bewerbungen.
Auch Ihr profitiert natürlich von dieser Entwicklung hin zur elektronischen Einsendung. Für die Online-Bewerbung müssen keine Mappen, Hefter, Folien und Briefmarken gekauft werden, es können viele Anschreiben in kürzester Zeit versendet werden und Ihr erhaltet in der Regel schneller eine Antwort als bei der postalischen Kommunikation. Allerdings könnt Ihr auch nicht mit hochwertigem Papier oder einer teuren Mappe punkten. Stattdessen wird bei allen Bewerbern ein höherer Wert auf die Qualifikation, die Erfahrungen und bestimmte Alleinstellungsmerkmale gelegt.
Der Online-Bewerbung gehört also ohne Frage die Zukunft. Alle
aktuellen
und zukünftigen Bewerber sollten sich daher mit den
Grundsätzen der
formalen und inhaltlichen Gestaltung einer Online-Bewerbung befassen.
1. Bewerbung über Unternehmenswebsite
Einige Unternehmen handhaben die Online-Bewerbung auf einer eigens
dafür eingerichteten Karriere-Website, andere integrieren als
Möglichkeit zur Kontaktaufnahme ein Formular unter einer inserierten
Stellenanzeige. Auf der Unternehmensseite findet Ihr in jedem Fall eine
Reihe an Eingabefeldern, in die
Ihr persönliche Daten (u.a. vollständiger Name, Alter, Kontaktdaten)
und Informationen über Schulbildung, Berufserfahrung usw. eintragt.
Achtet darauf, möglichst alle Einträge vorzunehmen, damit Ihr nicht
aufgrund unvollständiger Daten als Kandidat aus dem Bewerbungsprozess
ausgeschlossen werdet. In einem Kommentarfeld
wird Euch außerdem meist die Möglichkeit geboten, noch einige
individuelle Sätze zu formulieren. Hier ist der Platz für das
klassische Anschreiben.
Nutzt diese Chance, um wie in einem herkömmlichen Bewerbungsschreiben zusammenzufassen, warum Ihr Euch für diese Stelle bewerbt, warum sie Euch als passend erscheint und warum sich das Unternehmen für Euch entscheiden sollte. Bereitet ein solches Anschreiben am besten gut und individuell für jede Stelle und Firma neu vor. Die Bewerbungen kommen einheitlich formatiert beim Unternehmen an, umso wichtiger sind daher der Inhalt und die Sprache des Anschreibens. Hierfür könnt Ihr Euch gut an den Hinweisen aus unserem Artikel "Das Einmaleins des Bewerbungsschreibens" orientieren.
Wird ein solcher direkter Kontaktweg über die Homepage angeboten, dann nutzt diesen auch auf jeden Fall. Denn unter Umständen berücksichtigen Unternehmen ganz bewusst gar keine Bewerbungen, die auf anderen Wegen eintreffen (egal ob per Post oder E-Mail).
2. Einrichtung einer eigenen Bewerbungswebsite
Eine zweite Möglichkeit zur Online-Bewerbung möchten wir an dieser Stelle zwar erwähnen, aber nicht ausdrücklich empfehlen. Es handelt sich um die Erstellung einer eigenen Bewerbungs-Website, auf der Ihr sämtliche Informationen zu Lebenslauf, Berufserfahrungen, Fähigkeiten, Fotos, Arbeitsproben usw. zusammentragt. Unternehmen werden üblicherweise in einer kurzen Mail auf die Adresse der Seite aufmerksam gemacht und können sich dort in aller Ausführlichkeit über den Bewerber informieren. Von dieser Variante ist eher abzuraten, denn Ihr lastet dem Personalverantwortlichen unnötige zusätzliche Arbeitsschritte auf und verschlechtert so Eure Chancen.
Anstatt Informationen per Mail mitzusenden, erwartet Ihr, dass das Unternehmen Aufwand betreibt und sich über Euch informiert. In der Praxis werden Bewerberseiten daher häufig einfach ignoriert, speziell wenn es sich um einen größeren Kandidatenkreis handelt, das Unternehmen also ohnehin viel Arbeit mit den zahlreichen eingehenden Anschreiben hat. Verzichtet lieber auf diese Methode, stellt die Informationen z.B. in einem übersichtlichen Lebenslauf zusammen und geht so auf das Unternehmen zu.
Einzige Ausnahme bilden hier die Bewerbungen auf kreative Stellen, z.B. als Designer oder Layouter. Dann ist eine eigene Website der ideale Ort um Arbeitsproben zu präsentieren und sich von der Konkurrenz abzuheben. Sie ist aber immer zusätzlich zur „normalen“ Bewerbung zu sehen, um auch hier den Arbeitsaufwand für den Personaler gering zu halten.
3. Bewerbung per E-Mail
Das am häufigsten verwendete Mittel zur Online-Bewerbung ist die E-Mail. Dieser Methode widmen wir uns etwas ausführlicher, denn es gibt einiges zu beachten:
| Absender: |
|
|---|---|
| Empfänger: |
|
| Betreff: |
|
| Inhalt: |
|
| Anhänge: |
|
Die Mail ist sorgfältig verfasst, die Dokumente sind angehängt,
jetzt noch auf
"Senden" und wir sind fertig, oder? Bevor es losgeht, haben wir noch
einen praktischen
Tipp: Schickt die Mail testweise an einen Bekannten oder an Euch
selbst. So seht Ihr mit eigenen Augen, wie sie beim Empfänger ankommt,
wie sie
formatiert ist, ob auch tatsächlich alle Anlagen mitgesendet wurden.
Ist dieser Test bestanden, dann kann die Mail an die Empfängeradresse
rausgeschickt werden.
Aber ist sie nun auch wirklich angekommen? Es besteht immer die Gefahr, dass in einem vollen Posteingang doch einmal die eine oder andere Nachricht untergeht oder aus technischen Gründen gar nicht erst bis zum Empfänger weitergeleitet wird. Schickt die Mail nun aber nicht mehrfach nacheinander, so erweckt Ihr nur einen fragwürdigen Eindruck und mindert Eure weiteren Chancen auf die gewünschte Stelle. Stattdessen könnt Ihr im Text freundlich darum bitten, dass der Empfänger das Eintreffen der Mail kurz bestätigt. Bei einer ausbleibenden Antwort könnt Ihr nach ein bis zwei Wochen auch noch einmal telefonisch nachfragen.
Behaltet also Eurer E-Mail-Konto im Auge, die positiven
Rückmeldungen
werden bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.
Viel Erfolg bei der Online-Bewerbung
Euer aircareer.de - Team
(Quellen: http://www.wiwi-treff.de, http://www.erfolgreicher-bewerben.de, http://www.studis-online.de)













