Dein Traum vom Fliegen – Karrieremöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt Teil XVI: Isolierfacharbeiter/in
Karriere machen in der Luft- und Raumfahrt, das klingt eigentlich nach einem soliden und gleichzeitig aufregenden Plan. Aber was wird man dann eigentlich? "Flugzeugbauer"? "Hubschrauber-Designer"? Wonach muss ich suchen, um später auch das zu machen was mir Spaß macht?
Um diese Fragen beantworten zu können, wollen wir euch als Teil unseres Karriere-Magazins in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufsfelder aus der Luft- und Raumfahrt vorstellen. Von Ausbildungsberufen über Studiengänge bis hin zu Dualen Studiengängen soll für jeden etwas dabei sein.
Teil XVI - Isolierfacharbeiter/in
Allgemeine Informationen
Isolierfacharbeiter
bei der Montage von DämmplattenBildquelle: Cover (PeterEdin/Flickr, CC BY-NC-SA 2.0)
Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Lärm sind die natürlichen Gegner der Isolierfacharbeiter. Durch verschiedene Dämm- und Isoliermaßnahmen sichern sie die hochsensible Technik in den Innenräumen von Fluggeräten. So werden beispielsweise Motoren mit schallschluckendem Material umgeben, empfindliche Technologie zum Schutz vor Beschädigungen ummantelt und Kühl- oder Wärmeanlagen entsprechend isoliert. Die Isolierfacharbeiter wählen für diese Aufgaben die jeweils passenden Methoden und Materialien aus (z.B. Schaumstoffe, Matten, Schalen, Platten, Granulate oder andere Kunststoffe) und produzieren und montieren die Dämmvorrichtungen.
Die Arbeit der Isolierfacharbeiter umfasst u.a. folgende Tätigkeitsbereiche:
- Auswahl benötigter Materialien, Nutzung von Skizzen, Konstruktionszeichnungen und Schaltplänen
- Herstellung von Dämmungen u.a. für den Wärme-, Kälte- und
Schallschutz
- Anbringen von Dämmstoffen durch Anlegen, Ansetzen, Wickeln, Kleben, Verdrahten und Bandagieren
- Herstellung von Matratzen aus Dämmstoffen
- Montage von Stütz- und Tragkonstruktionen
- Ummanteln von Dämmungen mit Blechen, Folien, Bahnen, Bandagen, plastischen Hartmänteln und Formstücken
- Anfertigung von Ummantelungsformstücken aus Blechen
- Aufmessen, aufreißen, abwickeln, zurichten von einfachen und komplexen Formteilen aus Blech
- Ausmessen von Anlegeteilen
- Montage von Leichtwänden und abgehängten Decken, Einbau von Dämmstoffen
- Prüfen der Qualität von Dämmsystemen
- Wartung von Werkzeugen und Maschinen
Die Ausbildung zum Isolierfacharbeiter bzw. zur Isolierfacharbeiterin dauert zwei Jahre und ist organisiert im regelmäßigen Wechsel zwischen einem Ausbildungsbetrieb und einer Berufsschule. Rechtlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Betriebe stellen jedoch überwiegend Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Neben der Luft- und Raumfahrtbranche bilden u.a. auch Elektrizitätskraftwerke, Chemiebetriebe und Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau oder dem Fahrzeugbau aus.
Diese Voraussetzungen sollte ein Auszubildender mitbringen:
- Handwerkliches und technisches Geschick
- Fähigkeiten der Feinmotorik
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. zum Lesen und Umsetzen von Bauplänen und -zeichnungen)
- Rechenfähigkeiten (z.B. für die Berechnung des Materialbedarfs)
- Sorgfalt, Umsicht, Flexibilität, Zuverlässigkeit
- Bereitschaft zur Teamarbeit
- Wichtige Schulfächer: Mathematik, Physik, Werken/Technik
Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt können Isolierfacharbeiter durch
den
Erwerb von Zusatzqualifikationen entscheidend
verbessern. Es besteht ein breites Angebot an fachlichen
Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. in den Bereichen Wärme-, Kälte-,
Feuchteschutz, Rohr- und Maschinenisolierungen oder Blecharbeiten für
Ummantelungen.
Flugzeuginnenräume
benötigen eine umfassende Dämmung
Bildquelle: Ilyushin
Il-86 cargo variant (james_gordon_los_angeles/Flickr, CC BY-NC 2.0)
Einen formalen Aufstieg
erreicht man außerdem durch die Prüfung zum Techniker
(z.B. in der Fachrichtung Bautechnik) oder Meister
(Industriemeister/Industriemeisterin
Fachrichtung Isolierung). Auch ein Studium im Bereich
Ingenieurwissenschaften (bspw. Bauingenieurwesen, Maschinenbau oder
Elektrotechnik) ist als weiterer Karriereschritt denkbar.
Nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung können Isolierfacharbeiter/innen ihre Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängern und so zusätzlich einen Abschluss im Aufbauberuf des Industrie-Isolierers bzw. der Industrie-Isoliererin erlangen.
Als Auszubildender verdient man zwischen 750 und 870 EUR pro Monat.
Zum Abschluss haben wir noch einen Videotipp für Euch: In diesem vierminütigen Filmbeitrag wird Euch der Ausbildungsberuf des Industrie-Isolierers noch einmal kurz und knapp vorgestellt.
Viel Erfolg bei der Bewerbung wünscht Euch
Euer aircareer.de-Team
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(Quellen: Bundesagentur für Arbeit, BMWi.de, BIBB.de)











