Dein Traum vom Fliegen – Karrieremöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt Teil XXI: Kfz-Mechatroniker
Karriere machen in der Luft- und Raumfahrt, das klingt eigentlich nach einem soliden und gleichzeitig aufregenden Plan. Aber was wird man dann eigentlich? "Flugzeugbauer"? "Hubschrauber-Designer"? Wonach muss ich suchen, um später auch das zu machen was mir Spaß macht?
Um diese Fragen beantworten zu können, wollen wir euch als Teil unseres Karriere-Magazins in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufsfelder aus der Luft- und Raumfahrt vorstellen. Von Ausbildungsberufen über Studiengänge bis hin zu Dualen Studiengängen soll für jeden etwas dabei sein.
Teil XXI - Kfz-Mechatroniker
Allgemeine Informationen
Ob
Flugzeugtreppe, -schlepper oder Transport- wagen, der Kfz-Mechatroniker
kennt sie alle
Bildquelle: Airport by Purina (mebspiff / Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)
Am Flughafen dreht sich alles um's Fliegen: Klar, doch damit alles rund läuft, werden ein riesiger Fuhrpark - mit unterschiedlichen und außergewöhnlichen Fahrzeugen - und spezielle Geräte benötigt: Von normalen Bussen, um die Fahrgäste zu transportieren, über Schlepper, Kleintransporter, Fluggastbrücken bis hin zur Feuerwehrtechnik oder Streufahrzeugen: Der Flughafen ist für all dies selbst verantwortlich.
Damit alles am Rollen bleibt, werden Kfz-Mechatroniker benötigt. Dies ist eine Kombination aus den Berufen Mechatroniker und Elektroniker. Kfz-Mechatroniker setzten sich unter anderem mit elektronisch-mechanischen Wechselwirkungen innerhalb mechatronischer Systeme auseinander und reparieren und warten Fahrzeuge. Zudem sind sie die Personen, die die Systeme erstmalig in Betrieb nehmen.Die Einsatzgebiete von Kfz-Mechatroniker sind sehr vielfältig. Doch der Flughafen mit seinen Gefährten und Systemen stellt einen besonders spannenden Arbeitsplatz dar.
Der Kfz-Mechatroniker muss:
- Fahrzeuge erstmalig in Betrieb nehmen
- Fahrzeuge auf Ihre Verkehrstauglichkeit prüfen
- Maschinen und Fahrzeuge regelmäßig nach Herstellerangaben bzw. TÜV-Vorschriften warten und reparieren
- mit Mess- und Prüfsystemen arbeiten um Störungen und Fehler in den elektrischen, elektronischen, mechanischen, pneumatischen und hydraulischen Systemen zu finden
- andere Flughafenmitarbeiter in die Bedienung einweisen
- Fahrzeuge aus- und umrüsten
Als Kfz-Mechatroniker habt Ihr einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Je nach Einsatzgebiet und Euren persönlichen Interessen können die Aufgaben in Eurem Job variieren.
In der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker lernt Ihr u.a.
- Demontage, Instandsetzung und Montage
- Prüf- und Installationstechnik
- Wirtschafts- und Betriebslehre
- Service und Kommunikation
- Arbeits- und Tarifrecht
- Sicherheit und Gesundheitsschutz
Die Ausbildung ist dual, das heißt theoretische Kenntnisse lernt Ihr in der Berufsschule und praktische Erfahrungen sammelt Ihr in Eurem Unternehmen. Die Ausbildungsdauer ist 3,5 Jahre. Im dritten Ausbildungsjahr wählt Ihr eine der folgenden Vertiefungsrichtungen:
Ob
Sollte es einmal zum Ernstfall kommen, müssen die Fahrzeuge
einwandfrei funktionieren! Auch hierfür sorgt der
Kfz-MechatronikerBildquelle: Airport by Purina (Old Shoe Woman / Flickr, CC BY-NC-SA 2.0)
- Fahrzeugkommunikationstechnik
- Motorradtechnik
- Nutzfahrtechnik
- Personenkrafttechnik
(Je nach Ausbildungsbetrieb kann es auch sein, dass Ihr Eure Vertiefungsrichtung bereits zu Beginn der Ausbildung festlegen müsst.) Eure Ausbildung schließt Ihr mit einer Gesellenprüfung ab. Das Gehalt kann je nach Unternehmensgröße und Region stark variieren und steigert sich von Jahr zu Jahr. Im ersten Ausbildungsjahr verdient Ihr circa zwischen 430 und 650 Euro und im vierten zwischen 580 und 808 Euro.
Diese Voraussetzungen sollte ein Auszubildender mitbringen:
- rechtlich kein Schulabschluss erforderlich; in der Praxis guter Realschulabschluss (in manchen Betrieben wird auch ein sehr guter Hauptschulabschluss akzeptiert)
- gute Mathe-, Physik-, EDV- und Englischkenntnisse
- technisches Verständnis
- Eignung bzw. Bereitschaft für den Erwerb einer PKW-/ LKW-Fahrerlaubnis
- sehr gutes Verständnis von vernetzen Systemen
- Genauigkeit und Sorgfalt
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit
Weiterbildungsmöglichkeiten
Kfz-Servicetechniker
Wenn Ihr Geselle seid, könnt Ihr eine Weiterbildung zum Kfz-Servicetechniker machen. Die Vorbereitungszeit dauert in Vollzeit zwischen zwei und sechs Monaten und in Teilzeit zwischen einem halben und einem Jahr. Die Teilnahme an Vorbereitungskursen ist nicht verpflichtend, jedoch sehr empfehlenswert. Als Kfz-Servicetechniker besitzt Ihr mehr Verantwortung und seid stärker in die Organisation eingebunden: So wickelt Ihr beispielsweise Aufträge ab und erstellt Zeitpläne unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeits- und Qualitätsstandards.
Solltet Ihr Euch später entschließen einen Meistertitel zu erlangen, könnt Ihr als Servicetechniker im Vergleich zum Kfz-Mechatroniker Eure Meisterschule verkürzen. Wenn Ihr auf jeden Fall Euren Meistertitel machen wollt, ist eine vorherige Weiterbildung zum Kfz-Servicetechniker eher ein Umweg.
Meister
Wie in allen Handwerksberufen könnt Ihr einen Meistertitel erlangen. Dies ist die höchste (nicht-akademische) Ausbildung. Als Meister könnt Ihr einen Betrieb leiten und Euch somit selbstständig machen. Zudem dürft Ihr dann auch selbst ausbilden.
Studium
Außerdem gibt es die Möglichkeit ein Studium anzuschließen. Hierfür benötigt Ihr eine (Fach-)Hochschulzugangsberechtigung. Neben (Fach-)Abitur erlangt Ihr diese für spezielle Studiengänge mit Eurer Meisterprüfung. Empfehlenswerte Studiengänge in diesem Bereich sind u.a.:
- Kommunikationstechnik
- Motorrad-Technik
- Nutzfahrzeugtechnik
- PKW-Technik
Wir wünschen viel Erfolg bei eurer Bewerbung
Euer aircareer.de-Team
(Quellen: bfds-Limburg, berufe.net, Christian Reder )











