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Karriere-Magazin

Dein Traum vom Fliegen – Karrieremöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt Teil XX: Fachkraft für Lagerlogistik

Karriere machen in der Luft- und Raumfahrt, das klingt eigentlich nach einem soliden und gleichzeitig aufregenden Plan. Aber was wird man dann eigentlich? "Flugzeugbauer"? "Hubschrauber-Designer"? Wonach muss ich suchen, um später auch das zu machen was mir Spaß macht?

 

Um diese Fragen beantworten zu können, wollen wir euch als Teil unseres Karriere-Magazins in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufsfelder aus der Luft- und Raumfahrt vorstellen. Von Ausbildungsberufen über Studiengänge bis hin zu Dualen Studiengängen soll für jeden etwas dabei sein.

 

Teil XX - Fachkraft für Lagerlogistik


Allgemeine Informationen
Fachkräfte für Lagerlogistik beim Beladen eines FlugzeugesNoch ist es ganz still auf dem Flughafen. Doch die Facharbeiter für Lagerlogistik sind schon am Werk!
Bildquelle: Logistik (Bundeswehr-Fotos/Flickr CC BY-ND 2.0)

Die meisten Menschen assoziieren mit Flughafen wohl als aller erstes Urlaub und Reisen, also den Personenluftverkehr. Doch dies ist nur ein kleiner Teil des alltäglichen Flughafenbetriebs, denn auch unzählige Waren und Pakete werden per Luftfracht transferiert und müssen angenommen, verschickt oder weitergeleitet werden. Hierbei spielt nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Sicherheit eine große Rolle, denn eine Ladung Sportwagen, die exportiert wird, darf beim Verladen natürlich keinesfalls beschädigt werden und bei vielen Lebensmitteln darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Fachkräfte für Lagerlogistik am Flughafen sind dafür verantwortlich, dass alles reibungslos funktioniert. Sie müssen beim ständigen Auf- und Abladen den Überblick behalten und für Ordnung in den Regalen und Lagerhallen sorgen. Darüber hinaus müssen sie auch immer die Vorgaben von Verpackung und Ladeeinheiten für die verschiedenen Flugzeugtypen eingehalten werden. 


Die Fachkraft für Lagerlogistik muss Waren:
  • annehmen, wiegen, messen und kontrollieren
  • lagern und mit entsprechenden Fahrgeräten transportieren
  • kommissionieren und verpacken
  • verladen und versenden
  • beschaffen
  • in den Bestand aufnehmen und Veränderungen überwachen

Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen zu bewältigen und das macht den Beruf so spannend und abwechslungsreich.


In der Ausbildung zum Facharbeiter für Lagerlogistik lernt man u.a.
  • Arbeitsorganisation
  • Logistische Prozesse, qualitätssichernde Maßnahmen
  • Güter annehmen, lagern, kommissionieren, verpacken und versenden
  • Touren planen
  • logistische Prozesse optimieren
  • Güter beschaffen
  • Kennzahlen ermitteln und auswerten
  • Wirtschafts- und Betriebslehre
  • Berufsbezogenes Englisch
  • Team- und kundenorientierte Kommunikation und Kooperation
  • Beachtung von Sicherheitsvorschriften, Gesundheits- und Umweltschutz
  • Qualitätssicherung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder einer vorher absolvierten Berufsausbildung ist eine Verkürzung um sechs Monate möglich. Die Ausbildung ist dual: Das bedeutet, dass Ihr neben der praktischen Ausbildung im Unternehmen auch regelmäßig Unterricht in der Berufsschule habt. Zudem ist es möglich, Teile der Ausbildungszeit im europäischen Ausland zu verbringen. So vermittelt beispielsweise das Hansa Berufsbildungszentrum Unna (NRW) dreiwöchige Praktika in verschiedenen Ländern. Hilfreiche Informationen und Unterstützung findet Ihr auch bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). 

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr findet eine Zwischenprüfung statt, welche aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht. Sie ist damit der Abschlussprüfung nach dem dritten Jahr ähnlich. Bei dieser müsst Ihr zwei praktische Aufgaben innerhalb von fünf Stunden lösen und die Ergebnisse in einem anschließenden Gespräch erläutern. Zudem müsst Ihre eine schriftliche Prüfung meistern.

Während der Ausbildung verdienst Ihr je nach Region und Unternehmen im Durchschnitt zwischen 620 und 710 Euro (1. Ausbildungsjahr) bis 750 und 837 Euro (3. Ausbildungsjahr). Nach absolvierter Ausbildung ist mit einem Einstiegsgehalt um 2000 Euro brutto zu rechnen, welches sich in der Regel durch Berufserfahrung und Spezialisierungen erhöht.


Diese Voraussetzungen sollte ein Auszubildender mitbringen:
  • Rechtlich ist kein Schulabschluss nötig; in der Praxis werden hauptsächlich Schüler mit Realschulabschluss eingestellt
  • eine Ausbildung mit Hauptschulabschluss ist möglich; solltet Ihre keinen Ausbildungsplatz finden, könntet Ihr Euch zur Ausbildung als Lagerist bewerben; das Berufsbild ist ähnlich, doch die Anforderungen sind geringer
  • Organisationstalent
  • Sorgfalt
  • Kaufmännisches Verständnis
  • Teamfähigkeit

Weiterbildungsmöglichkeiten
Wenn Ihr Eure Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habt, muss noch lange nicht Schluss sein, denn es gibt eine Menge  Weiterbildungsmöglichkeiten:
 
Spezialisierungslehrgänge
Je nach Interesse könnt Ihr Spezialisierungslehrgänge besuchen wie beispielsweise in den Bereichen
  • Wareneingang
  • Lagerung
  • Versand
  • Verpackungstechnik
  • Gefahrgüter
Solche Lehrgänge werden von unterschiedlichen Bildungsträgern getragen, wie zum Beispiel von der Industrie- und Handelskammer.

Techniker
Nach zwei Jahren Berufserfahrung, könnt Ihr Euch zum Techniker für Betriebswissenschaft weiterbilden. Die Ausbildung ist schulisch (REFA-Akademie für Betriebswissenschaft und Industrial Engineering) und dauert in Vollzeit zwei Jahre. Als Techniker arbeitet Ihr an der Verbesserung von betrieblichen Abläufen mit besonderem Augenmerk auf  die Kostengesichtspunkte.

Meister
Oder Ihr entscheidet Euch (nach mindestens zwei Jahren Berufserfahrung) einen Meistertitel zu erlangen. Hierfür werden Vorbereitungskurse von Industrie- und Handelskammer sowie verschiedenen anderen Bildungsträgern angeboten, welche in Vollzeit zwischen sieben und zwölf Monaten dauern und in Teilzeit zwei bis drei Jahre. Mit einem Meistertitel erlangt Ihr außerdem die Zugangsberechtigung für verschiedene Studiengänge.

Fach- oder Betriebswirt
Diese Weiterbildungsmöglichkeiten werden an unterschiedlichen Wirtschafts- und Verwaltungsakademien, FHs oder Berufskollegs angeboten. Nach erfolgreichem Abschluss übernehmt Ihr überwiegend organisierende, kaufmännische und produktionsüberwachende Aufgaben, wobei der Fachwirt mehr auf den technischen und der Betriebswirt auf den kaufmännischen Bereich ausgelegt ist.

Wir wünschen viel Erfolg bei Eurer Bewerbung

Euer aircareer.de-Team

 

(Quellen: beroobi, Towerblick)


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