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Karriere-Magazin

Dein Traum vom Fliegen – Karrieremöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt Teil XIX: Elektroniker für Automatisierungstechnik

Karriere machen in der Luft- und Raumfahrt, das klingt eigentlich nach einem soliden und gleichzeitig aufregenden Plan. Aber was wird man dann eigentlich? "Flugzeugbauer"? "Hubschrauber-Designer"? Wonach muss ich suchen, um später auch das zu machen was mir Spaß macht?

 

Um diese Fragen beantworten zu können, wollen wir euch als Teil unseres Karriere-Magazins in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufsfelder aus der Luft- und Raumfahrt vorstellen. Von Ausbildungsberufen über Studiengänge bis hin zu Dualen Studiengängen soll für jeden etwas dabei sein.

 

Teil XIX - Elektroniker für Automatisierungstechnik


Allgemeine Informationen
Das Gepäckförderband ist stehengeblieben? Eine Anlage ist ausgefallen? In diesen Fällen werden die Elektroniker für Automatisierungstechnik gerufen, welche das Problem analysieren und beheben. Gerade bei so komplexen Anlagen und dem ständigen Betrieb wie am Flughafen, ist nicht nur Sorgfalt, sondern auch Schnelligkeit oberstes Gebot.
Doch natürlich besteht der Arbeitsalltag eines Elektronikers für Automatisierungstechnik nicht nur aus Notfällen. Die Anlagen müssen ständig kontrolliert und gewartet werden, um eben genau solche Fehler zu vermeiden. Hierfür benötigt der Elektroniker für Automatisierungstechnik nicht nur Programmierkenntnisse für die rechnergesteuerten Anlagen, sondern auch technisches Geschick: Denn oft müssen die Geräte erst auseinander gebaut werden, um an die dahinter liegende Elektronik zu gelangen.
Besonderheit Ausbildung: Handwerk oder Industrie ?
Man kann die Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik entweder in der Industrie oder im Handwerk absolvieren. Auch wenn der Name identisch ist, unterscheiden sich diese beiden Bereiche. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Ausbildung, sondern ist auch entscheidend für den späteren Beruf.
Elektroniker für Automatisierungstechnik im Handwerk arbeiten näher mit direkten Kunden zusammen und fungieren oft als Allrounder. Die Elektroniker in der Industrie arbeiten in der Regel zusammen mit einem Team an viel größeren Maschinen und Anlagen. Die Tätigkeit ist spezialisierter, weshalb bereits in der Ausbildung im Bereich Industrie ein Spezialbereich von den Azubis gewählt wird.
Wenn Ihr später im Bereich der Luft- und Raumfahrt arbeiten wollt, dann solltet Ihr Euch für den Bereich Industrie entscheiden, welcher im Folgenden näher dargestellt wird.

Die Ausbildung umfasst folgende Bereiche
Elektroniker für Automatisierungstechnik beim Reparieren einer AnlageElektroniker für Automatisierungstechnik
Bildquelle: Airbus Press Center
  • Elektrische Betriebsmittel montieren und anschließen
  • Elektrische Funktionen und Systeme messen und Ergebnisse Auswerten
  • Computergesteuerte Automatisierungssysteme installieren und programmieren
  • Kundenberatung
  • Automatisierungssysteme in Betrieb nehmen, in Stand halten und optimieren
Die Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik dauert in der Regel 3,5 Jahre (Verkürzung möglich) und kann sogar an einigen Flughäfen absolviert werden. Der Bruttoverdienst während der Ausbildung liegt im Schnitt zwischen 760 Euro (1. Ausbildungsjahr) und 920 Euro (3. Ausbildungsjahr)



Die Arbeit des Elektronikers für Automatisierungstechnik umfasst folgende Tätigkeitsfelder
  • Maschinen und Bauteile installieren
  • Fehler finden und reparieren
  • Regelmäßiges überprüfen der Anlagen und deren Überwachungstechnik
  • Programmieren
  • Dokumentieren

Ein Elektroniker für Automatisierungstechnik verlegt Leitungen und Kabel, installiert elektronische Bauteile wie Anschlüsse, Schalter oder Sensoren und ist auch für die Sicherheitstechniken verantwortlich. Mit Hilfe von Schaltplänen installiert der Elektroniker das Innenleben von Anlagen. Störungen in großen Maschinen sind in der Regel nicht nur ein großer finanzieller Schaden, sondern können auch schnell zu Unfällen führen. Deshalb müssen sowohl die Maschinen als auch Ihre Sicherheitstechniken regelmäßig und mit Sorgfalt überprüft werden.
Die Sicherheitstechniken bestehen oft aus Computerprogrammen, welche beispielsweise die Temperatur automatisch überwachen und Fehler meldet. Um diese Technik an die jeweilige Maschine anpassen zu können, lernt der Elektroniker programmieren.
Der Arbeitsalltag eines Elektronikers für Automatisierungstechnik ist somit sehr spannend und abwechslungsreich. Das Einstiegsgehalt nach absolvierter Ausbildung liegt im Schnitt zwischen 2450 und 2850 Euro brutto.

Was man für die Ausbildung mitbringen sollte
  • Bildung: min. guter Hauptschul- oder Realschulabschluss
  • gute Kenntnisse in den Fächern Mathe, Physik und Deutsch
  • technisches Verständnis und logisches Denkvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Sorgfalt

Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach abgeschlossener Ausbildung muss noch lange nicht Schluss sein. Als Elektroniker für Automatisierungstechnik hast du viele Möglichkeiten zur Weiterbildung von Qualifizierungslehrgängen bis hin zum Studium:

Qualifizierungslehrgänge
Sowohl der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V als auch die Industrie- und Handelskammer bieten ein ständiges Angebot an unterschiedlichen Weiterbildungskursen. Diese sind thematisch sehr unterschiedlich und gehen von den Bereichen Montage, über digitale Computertechniken bis hin zu Qualitätsmanagement.

Prozessmanager Elektrotechnik
Diese Qualifizierung findet berufsbegleitend statt und kann in den Spezialbereichen Entwicklung, Produktion oder Service absolviert werden. Prozessmanager planen und steuern betriebliche Prozesse zur Entwicklung von technisch innovativen und marktgerechten Lösungen.


Techniker
Techniker besitzen in der Regel mehr Verantwortung. In der staatlich geprüften Weiterbildung erhält man beispielsweise Kenntnisse in den Bereichen Projekt- und Teamleitung. Das beinhaltet das Organisieren von Arbeitsabläufen, Kostenkalkulationen, Kundenbetreuung und Arbeitsverteilung im Team. Die Ausbildung ist sowohl in Voll- als auch in Teilzeit möglich.

Meister
Als Elektroniker in diesem Bereich könnt Ihr entweder einen Industriemeister oder aber einen Kraftwerksmeister machen. Einen Meistertitel benötigt man beispielsweise, wenn man selbst Azubis ausbilden möchte. Zudem erlangt man in der Ausbildung u.a. Kenntnisse über Personalführung, Qualitätsmanagement und Kostenrechnung und ist somit bestens für Führungspositionen geeignet.

Studium
Besonders passende Studiengänge zu diesem Berufsfeld sind Ingenieursstudiengänge - wie beispielsweise der Ingenieur für Automatisierungstechnik - Elektrotechnik oder Mechatronik. Um ein Studium absolvieren zu können benötigst du je nach Hochschule (Fach-)Abitur oder einen Meister in dieser Fachrichtung.

Ob nun als Elektroniker für Automatisierungstechnik oder mit einer der zahlreichen Weiterbildungen. Der Arbeitsalltag ist sehr spannend und das Einsatzgebiet vielfältig.

Viel Erfolg bei der Bewerbung wünscht Euch
Euer aircareer.de-Team

 


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(Quellen: Towerblick, beroobi.de)