Dein Traum vom Fliegen – Karrieremöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt Teil V: Fluglotse
Karriere machen in der Luft- und Raumfahrt, das klingt eigentlich nach einem soliden und gleichzeitig aufregenden Plan. Aber was wird man dann eigentlich? "Flugzeugbauer"? "Hubschrauber-Designer"? Wonach muss ich suchen, um später auch das zu machen was mir Spaß macht?
Um diese Fragen beantworten zu können, wollen wir euch als Teil unseres Karriere-Magazins in regelmäßigen Abständen verschiedene Berufsfelder aus der Luft- und Raumfahrt vorstellen. Von Ausbildungsberufen über Studiengänge bis hin zu Dualen Studiengängen soll für jeden etwas dabei sein.
Teil V – Fluglotse
Allgemeine Informationen
Fluglotsen im DFS Center Bremen
Auf Bild klicken um Slideshow zu startenDer Himmel ist schon längst nicht mehr so friedlich und ruhig wie wir ihn gerne wahrnehmen. Bei den tausenden von Flugzeugen und Hubschraubern, die jeden Tag über unsere hinweg ziehen, kommt er vor allem in Hochburgen der Luftfahrt eher einer vielbefahrenen Autobahn gleich. Und auch hier heißt es: Ohne Koordination geht es nicht nur sprichwörtlich drunter und drüber.
Glücklicherweise gibt es am Boden immer jemanden, der den Überblick behält: Fluglotsen! Die „Dirigenten der Lüfte“ haben den Himmel stets im Blick, um Flugzeugen, Hubschraubern und anderen Luftfahrzeugen bei der Koordination im dicht bevölkerten Luftraum zu helfen. Mit Funk und Radar überwachen sie aus dem Tower und Kontrollraum heraus den Flugverkehr ihres jeweiligen Flugbereichs, helfen bei Start und Landung und koordinieren Flugbewegungen. In Deutschland wird die Überwachung des Luftraumes ausschließlich von der Deutschen Flugsicherung (DFS) übernommen, in deren Ausbildungscenter in Langen bei Frankfurt am Main auch alle deutschen Fluglotsen ausgebildet werden.
Fluglotsen übernehmen eine sehr große Verantwortung, da schon kleine Fehler verheerende Folgen haben können. Dementsprechend sieht man sich aber auch einer sehr spannenden und fordernden Tätigkeit gegenüber, die zudem mit sehr guten Verdienstmöglichkeiten winkt.
Dabei gibt es für Fluglotsen zwei mögliche Einsatzbereiche: im Center oder im Tower.
Im Center zu arbeiten bedeutet, den allgemeinen Luftraum außerhalb der unmittelbaren Umgebung der Flughäfen zu überwachen und zusätzlich die Flüge zu koordinieren, die lediglich über Deutschland hinweggehen, d.h. an keinem deutschen Flughafen landen aber den deutschen Luftraum nutzen. Die vier deutschen Center sind in Bremen, Karlsruhe, Langen bei Frankfurt am Main und München.
Towerlotsen arbeiten, wie der Name schon sagt, in den Towern größerer Flughäfen und überwachen dort die An- und Abflüge. Sie haben von ihrer Position aus den direkten Überblick über den Flughafen.
Dieie Ausbildung für Centerlotsen dauert im Allgemeinen zwischen 28 und 34 Monate, die für Towerlotsen zwischen 21 und 28 Monate.
Während der Ausbildung zum Fluglotsen lernt man u.a.:
Zu den Inhalten der Ausbildung zum Fluglotsen hat die DFS ein sehr ausführliches und empfehlenswertes Video gedreht, welches Ihr euch hier anschauen könnt. Grundsätzlich wird man in einem Mix aus Theorie und Praxis an sämtliche Bestandteile der Arbeit als Fluglotse herangeführt, wie zum Beispiel:
- Arbeiten mit Funk und Radar
- Beherrschen der internationalen Sprachcodes-
- managen von Krisensituationen u.v.m.
Was man für die Ausbildung normalerweise mitbringen sollte
Die Anforderungen an die Fähigkeiten der Kandidaten sind bei einem Beruf wie dem Fluglotsen naturgemäß sehr hoch. Dennoch spielen hauptsächlich persönliche Fähigkeiten eine Rolle und weniger die Leistungen in bestimmten Unterrichtsfächern. Insbesondere kommt es auf folgende Fertigkeiten an:
- Abitur
- Sehr hohes Konzentrationsvermögen
- Schnelle Reaktionen
- Belastbarkeit
- Hohes Verantwortungsbewusstsein
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Sehr gute Englischkenntnisse
- Gespür für Technik
- Teamfähigkeit und soziale Kompetenz
- Integrität - keine strafrechtliche Vorbelastung
- Höchstalter bei Bewerbung: 24 Jahre
- Medizinische Eignung bez. Augen, Ohren und chronischer Krankheiten
Wo man danach arbeiten kann
Den deutschen Luftraum überwacht die DFS, von daher findet man dort auch die meisten Stellen. Im Allgemeinen herrscht deswegen auch kaum Wettbewerb um Jobs: Nach der Ausbildung wird man direkt übernommen und einem Arbeitsort zugewiesen. Dies bedeutet dann je nach Ausbildung Arbeit auf Flughäfen oder in den oben benannten Kontrollzentren.
Die Basisdaten jedes Fluges werden auf so einem Kontrollstreifen festgehaltenDes weiteren sind Fluglotsen auch bei der Bundeswehr, diversen Luftfahrtbehörden oder der Akademie der deutschen Flugsicherung tätig.
Der Verdienst eines Fluglotsen ist überdurchschnittlich hoch. Schon während der Ausbildung erhalten Azubis eine Vergütung von rund 800€, später sogar 2.900€ und mehr. Der Jahresverdienst beim DFS liegt derzeit zwischen 68.000€ und 95.000€. Und auch um seinen Arbeitsplatz wird man sich auf längere Zeit keine Sorgen machen müssen – jedes Jahr steigt auf der ganzen Welt die Zahl der Flüge und Flugrouten, und ohne Fluglotsen geht da gar nichts.
Viele weitere Informationen zur Ausbildung und zum Beruf des Fluglotsen findet Ihr auf den Seiten der DFS unter fluglotse.dfs.de, die offizielle Broschüre als PDF-Dokument findet man hier.
Viel Freude bei der Bewerbung wünscht Euch Euer aircareer.de-Team
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Teil III - Studium Luft- und Raumfahrttechnik
Teil II - Verfahrensmechaniker Beschichtungstechnik
(Quellen: fluglotse.dfs.de, http://www.ulmato.de, Bundesagentur für Arbeit)













